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Überlieferungsbildung als Zukunftsaufgabe

Unter der Leitung von Irmgard Christa Becker und Gaby Knoch-Mund lernten sie Konzepte und Methoden der Überlieferungsbildung kennen und diskutierten, mit welchen Konzepten und Methoden Informationen für die Nachwelt überliefert werden sollen. In einer Gruppenarbeit mit dem 53. Wissenschaftlichen Lehrgang der Archivschule diskutierten sie Ziele der Überlieferungsbildung im demokratischen Staat.

Ein dichtes Programm aus Präsentationen, Diskussionen und kulturellen Angeboten erleichterte das gegenseitige Kennenlernen und den Austausch über archivfachliche Themen auf Deutsch und Französisch. In drei Gastvorträgen wurden spezielle Themen und Sichtweisen vertieft. Dr. Sebastian Tripp, Hessisches Landesarchiv, Abteilung Digitales Archiv Hessen, stellte Strategien und Methoden zur Bewertung digitaler Unterlagen vor. Magali Soler, Archives Nationales de Luxembourg, berichtete über die konzeptionelle Neuausrichtung der Bewertung staatlicher Unterlagen in Luxemburg nach Inkrafttreten des neuen Archivgesetzes. Dr. Matthias Buchholz vom Archiv der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur führte in die Anwendung statistischer Auswahlverfahren als Instrument der Bewertung ein.

Seit der Einrichtung des Studiengangs an den Universitäten Bern und Lausanne im Jahr 2006 findet das Blockseminar ‚Archivische Überlieferungsbildung‘ alle zwei Jahre an der Archivschule Marburg statt. Im Jahr 2013 ist die Gruppenarbeit mit dem Wissenschaftlichen Lehrgang der Archivschule Marburg dazugekommen. In der siebten Auflage des Blockseminars 2019 trafen zwei sehr reflektiert diskutierende Gruppen aufeinander, deren interessante Ergebnisse neugierig auf die nächste Ausgabe im Jahr 2021 machen.


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