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Records down under

Barbara Reed von der School of Information Management, Monash University, gewährte den Lehrgängen der Archivschule Marburg einen Einblick in das australische Archivwesen. Dabei konzentrierte sie sich nicht nur auf einen Vergleich der deutschen und australischen Verhältnisse, sondern rückte das Records Management und das Records Continuum in den Fokus ihrer Betrachtung.

Basierend auf den theoretischen Ansätzen von Frank Upward und David Bearman gelang es ihr, den Lehrgängen sowie den Dozentinnen und Dozenten der Archivschule den Blick auf in Deutschland weniger bekannte Modelle zu lenken. Interessant war hier vor allem, welchen Stellenwert Archive innerhalb der öffentlichen Wahrnehmung im Vergleich zu anderen Institutionen haben und welche Kriterien bei der Überlieferungsbildung Berücksichtigung finden können und sollen. Einzelne Aspekte der Provenienzbestimmung und des Umgangs mit digital born records wurden von den Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmern im Verlauf der Gesprächsrunde besonders gerne aufgegriffen, um diese zu diskutieren. Als Kernsatz von Barbara Reed bleibt sicherlich im Gedächtnis der Zuhörerinnen und Zuhörer, dass es nicht ausreicht, sich als Archivar bzw. Records Manager für digital born records einzusetzen, sondern dass auch klar sein muss, wie man mit diesen Unterlagen umgehen möchte und welches Ziel man verfolgt. Abschließend lässt sich resümieren, dass der Vortrag für alle Anwesenden äußerst gewinnbringend war und die Archivschule Marburg auch zukünftig externe Gastvorträge in das Lehrprogramm integrieren wird.

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